SUSPIRIA

INHALTDie amerikanische Ballettschülerin Suzy (Dakota Johnson) wird an einer namhaften europäischen Tanzakademie angenommen. Je länger sie dort studiert, desto klarer wird ihr allerdings, dass am Institut von Vize-Leiterin Madame Blanc (Tilda Swinton) etwas weitaus Düsteres und Übernatürlicheres sein Unwesen treibt als der Konkurrenzdruck unter Ballerinas. Und dann wird auch noch die Leiche einer Tänzerin gefunden. (Quelle:Yorck.de)

BEWERTUNG: Hallo, meine lieben Freunde. Ich gehe gern ins Kino, ohne dass ich mich vorher über den Film detailliert informiere. Ich will mich unvoreingenommen überraschen lassen. Über diesen Film wusste ich nur, dass die Hauptrolle Tilda Swinton in mehreren Rollen schlüpfen musste. Der Film fing vielversprechend an und ich war überzeugt, dass der Regisseur Luca Guadagnino vom Fach ist. Es gab kaum Musik. Er untermalte die Szenen mit langanhaltenden, unheimlichen “Tönen“. Das kommt oft bei Filmen und Künstler vor, die kein Geld für Musik haben und dennoch tolle Effekte nur mit “geheimnisvollen Tönen“ erreichen können. Siehe dazu die Titelmelodie von “Halloween“ an. Das sind nur paar Töne, aber in der Filmgeschichte sind diese Töne unverkennbar. Zurück zum Film. Der Anfang war sehr gut. Es versprach ein guter Film zu sein, aber mit der Zeit verlor er die Spannung und die Faszination, sich den Film weiter anzuschauen. Viele Rückblenden erschwerten die Sache zusätzlich.

Die Geschichte war einfach erzählt: Berlin, 1943. Eine Tanzschule. Die Tänzerinnen tanzen auf der 1. Etage und wenn eine die “Auserwählte“ ist, darf sie in den Keller und an dem Hexen-Ritual teilnehmen. Ende.

Da ich z.Z. eine Ausbildung als Kameramann und Editor mache, achte ich besonders auf die Aufnahmen, Schnitte usw. Es gab zwei tolle Aufnahmen, von denen ich beeindruckt war. Es war die Aufnahme im Tanzraum voller Spiegel. Die Kamera macht eine volle Umdrehung und die Kamera wirft kein Spiegelbild. Das war sehr gut gemacht. In der anderen Szene war zu sehen, wie bei einer Tänzerin durch einen “Zauber“ ihre einzelnen Knochen, ohne fremde Einwirkungen, zusammenbrechen und sie qualvoll stirbt. Ekelhaft-Wunderbar!“ Dabei bewegt sie sich, und wir können nicht erkennen, wie die Real-Aufnahme endet und wann die Effekte anfangen. Das sah filmisch sehr gut aus. Am Ende gab es ein Ritual im Keller, voller Blut und Klischees. Es sah wie ein drittklassischer Horrorfilm aus Italien aus. Dabei musste ich an Dario Argentos denken. Er hat solche Filme wie am Fließband produziert. Im Nachspann las ich den Namen: Dario Argentos und es wunderte mich nicht. Dann erfuhr ich im Nachhinein, das dieser Film ein Remake von Dario Argentos Kultfilm “Suspiria“ (1977) war. Ein großer Unterschied der beiden Filme ist, dass das Remake in Berlin in der Kriegszeit spielt. Im Hintergrund werden die Ereignisse der RAF, Flugzeugentführung in Mogadischu als Nebengeschichte erzählt. Wieso, fragte ich mich? Ich kam zu dem Entschluss, dass der Regisseur uns mitteilen wollte, dass neben der sichtbaren Gefahr (RAF, die bösen Terroristen) auch eine unsichtbare Gefahr (die als Tänzerinnen getarnte Hexen) existieren und welche Gefahr schlimmer ist?

Ich kann den Film nicht empfehlen. Es ist langatmig und funktioniert nicht. Die darstellerische Darbietung war auch nicht toll. Die Tilda Swinton war nicht nur im Film kühl, sondern auch in anderen Situationen. Ich hatte sie genauso bei der Berlinale persönlich bei Pressekonferenzen gesehen.

Meine Bewertung: 1/5

© Tahsin Ocak / ARTandCRITIC.com 

 

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