Rezension über „Jagdtrieb“ von Hendrik Esch

Rezension über Jagdtrieb von Hendrik Esch

In “Jagdtrieb“ erzählt uns der Autor Hendrik Esch über einen jungen Anwalt, Paul Colossa, der die Anwaltskanzlei seines verstorbenen Onkels übernimmt und gleich mit einem Fall konsultiert wird und dabei an seine moralische, zugleich berufliche Grenze kommt.

Wie die meisten Anwalts-/Gerichtsromanen erwartet man automatisch, dass das Werk mit trockenen juristischen Fachbegriffen gespickt ist, die dafür sorgen, dass der Leser die Lust zum Weiterlesen verliert. Das ist hier zum Glück nicht der Fall. Der Autor benutzt natürlich juristische Begriffe, aber die Erklärung in einfacher Form folgt dann hinterher so, dass der Leser etwas Neues über die Gerichtsgeschehen/Fallabläufe lernt und daraus eine spannende Geschichte folgen kann.

Die erzählte Geschichte ist sehr solide und logisch aufgebaut bis auf die “Begräbnis-Szene mit den Handys“, die auf mehr suggeriert, aber diesbezüglich leider zu nichts führt. Auf die Geschichte hat das keine Funktion. Aber es stört auch niemanden. Die Kapitel sind kurz und bündig gehalten, die für ein leichtes Lesen und Überschaubarkeit sorgen. Dazu gesellt sich noch eine große Portion an “Schwarzem Humor“, der gekonnt eingesetzt wird. Mehr Glück kann ein Leser nicht haben. Ich gratuliere meinem Kollegen für sein gelungenes Erstlingswerk.               Auf jeden Fall lesenswert!

© Tahsin Ocak/ARTandCRITIC.com

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