“Helle Nächte“ Ein Film von Thomas Arslan

Nachdem der Vater vom wortkargen Michael (gespielt von Georg Friedrich ) stirbt, muss er mit seinem Sohn, mit dem er kaum Kontakt gepflegt hat, zur Beerdigung, nach Schweden reisen. Unter anderem muss er im Haus seines Vaters in Schweden die persönliche Gegenstände verpacken. Dabei kommen ihm die unglücklichen Kindheitserinnerungen . Sein verstorbener Vater und er hatten keine innige Beziehung. Sein Vater machte Fehler als Vater und jetzt st Michael ein Vater und erkennt, das er auch die Fehler seines verstorbenen Vaters wiederholt und seinem Sohn gegenüber kühl ist. Es ist eine Art Roadmovie und eine Reise in eine Vergangenheit und Hoffnung auf die Zukunft. Der Film lebt nicht durch die Dialoge, weil es darin kaum geredet wird. Eher sind die gewaltigen Naturaufnahmen Schwedens und die “laute“ Stille zwischen den beiden zu hören ist. Ist es ein guter Film? Ich kann es nicht sagen. Denn es ist eine Art von Film, die man entweder als “Wunderbar toll“ oder als “Einfach Schrott“ bezeichnen kann. Ich konnte die Aufnahmen gut geniessen, aber die Stille war nicht auszuhalten. Daher kann ich über den Film nicht endgültig entscheiden und muss darauf hinweisen, das einige Filme der Filmgeschichte, die als “schlecht“ bewertet wurden im Nachhinein als “verkannter Meisterwerk“ angesehen werden können. So war das mit dem Horrorklassiker “Amityville Horror“ (1979, Regie Stuart Rosenberg). Der Film wurde vom Stephen King gnadenlos zerrissen, als es ins Kino kam. Er nannte den Film als “Dumme Geschichte“.

In seinen Buch “Danse Macabre“ entschuldigt er sich für diese Bewertung und schreibt, das er den Film später nochmal im Kino sich anschaute und erkannte wie gut gemacht er war. Er erkannte auch, das das Publikum diesmal älter waren als das erstem mal. Das bedeutet, ein Werk ist nicht unbedingt schlecht oder unreif. Es kann auch sein ,das der Zuschauer noch unreif für ein Werk ist. Der Zuschauer, der jung war, ändert mit Lauf der Zeit seine Sichtweise auf das Leben und natürlich auch auf die Filme. Hier will ich den Satz erwähnen, denn ich öfter von verheirateten oder lange Zeit liierten Paare höre; “Ich habe sie/ihn geliebt und wir verstanden uns blind, aber jetzt nach … Jahren Ehe verstehe ich nicht mehr, was ich an ihr/ihm gefunden habe.“

Darsteller: Georg Friedrich, Tristan Göbel, Marie Leuenberger, Hanna Karlberg

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